Teneriffa 2014/15

Jahreswechsel auf Teneriffa

Nachdem wir zwei sehr wärmeliebende Menschen sind und uns  im Winter doch immer wieder durch sonnenarme Wochen quälen, beschlossen wir recht kurzfristig den Jahreswechsel 2014/2015 irgendwo zu verbringen, wo wir der Sonne, einem Strand und schönen Wanderungen frönen können- ein Blick auf Skyscanner.at offenbarte uns dann unser Ziel- die spanische Insel Teneriffa. Die sonnenverwöhnte Insel ist die größte der sieben Kanarischen Inseln und wartet mit einem abwechslungsreichen Angebot auf: Wassersport, Vulkanwanderungen, Strandspaziergänge und ein reichhaltiges kulinarisches Angebot laden die Energiereserven ihrer Besucher bei angenehmen gemäßigten Temperaturen auf.

Zu uns passend gestalteten wir unsere zehn Tage sehr aktiv. Mit Schlafsack und Zelt starteten wir im Süden in El Medano, dem El Dorado der Insel für Wind- und Kytesurfer und verbrachten dort den Jahreswechsel in trauter Zweisamkeit am Strand. Unsere erste Tour im neuen Jahr führte uns auf den direkt am Strand gelegenen Vulkan Montana Roja und bot eine wunderbare Aussicht auf das Meer, den Strand und auf das Wahrzeichen der Insel- den allgegenwärtigen Teide. Die Spitze des 3718m hohen und somit größten Bergs Spaniens ist zu dieser Zeit in eine weiße Decke aus Schnee gepackt, weswegen wir uns während unserem Aufenthalt lediglich an dessen Fuße bewegten. Da es auf Teneriffa lediglich drei Campingplätze gibt und einer davon geschlossen hatte, verbrachten wir die eine oder andere Nacht in einem Hotel, wo wir uns von unseren ausgedehnten Wanderungen erholten und entspannten. Highlight unserer Reise war bestimmt die Durchwanderung der Masca-Schlucht- Hauptattraktion Nr. 2 (neben dem Teide) auf Teneriffa- dessen teils bizarre Steinformationen und artenreiche Flora eine beinahe magische Wirkung auf uns hatte. Auf den Bus zurück nach Los Gigantes spazierten und flanierten wir im idyllischen Dorf Masca und genossen frisches Obst, Kaffee und die wohltuende Sonne. Das überaus fruchtbare Land verwöhnt mit süßen Früchten, die wir in unseren Breiten schon fast nicht mehr kennen. Als nächstes Stand eine Wanderung in die bizarre Vulkanlandschaft Arenas Negras an. Wanderwege werden auf Teneriffa sehr gepflegt und gut ausgeschildert wodurch Wanderungen selbst ohne Karten prinzipiell gut zu bewältigen sind. Dennoch fühlten wir uns mit entsprechendem Kartenmaterial sehr wohl. Unser Zelt schlugen wir bei der Raststätte Arenas Negras auf, ein sehr gepflegtes Plätchen das vor allem Einheimische zum Ausruhen und Verweilen einlädt. Mit knapp 0°C wurde es hier Nachts aber doch schon richtig kalt und früh am Morgen machten wir uns auf den Weg nach Unten in Richtung Icod de los Vinos. Die Nordküste der Insel zeigt sich von einer ganz anderen Seite. War der Süden von einer eher wüstenhaften Landschaft geprägt, findet man hier fruchtbare Berghänge, die in allen Farben leuchten. Unsere letzten Tage verbrachten wir in Los Realejos bei einem sehr netten Briten, der gemeinsam mit seiner Familie seine Wohnung mit Reisenden teilt und sehr viel von hier zu erzählen hat. Los Realejos überrascht damit, trotzdem es nur eine Stunde Fußmarsch (bzw. 15min Autofahrt) vom Touristenzentrum Puerto de la Cruz entfernt liegt, sich hierher aber so gut wie keine verlieren, was das Städchen sehr ursprünglich und gemütlich macht. Von hier aus starteten wir per Bus unsere Wanderungen in den Norden, ins Anaga Gebirge, das der Insel wieder ein ganz anderes Gesicht verleiht. Feuchte und nebelverhangene Loorbeerwälder laden mit ihren sorgsam angelegten Wanderpfaden zum Erkunden ein und führen den Besucher durch sanfte grüne Hügel und Eukalyptuswälder bis an die Nordküste.

Alles in allem hatten wir eine wunderbare Kurzreise, die uns wieder sehr viel Energie für das neue Jahr gab und uns auch zeigte, dass das Paradies näher ist, als wir es glauben- nämlich vier Flugstunden 😉

Kann man sich einen besseren Start ins neue Jahr vorstellen? 🙂