Kalbarri Nationalpark

Nach unserem Besuch beim Prinzen des kleinen Fürstentums Hutt River ging es weiter der Westküste entlang zum Kalbarri Nationalpark mit seiner Hauptattraktion dem „Natural Window“. Diese Gesteinsformation, die sich am Rande des Murchinson River gebildet hat wollten wir auf keinen Fall verpassen.
Auf dem Weg dorthin machten wir einen kurzen Stopp beim etwas surreal wirkenden „Pink Lake“, ein wie es der Name bereits verrät, pinker See. Und wie der pink war! Grund hierfür sind Algen, die einen hohen Gehalt an Carotinoiden aufweisen und das Wasser dementsprechend rosa färben. Ein Phänomen, dass man nicht so oft zu sehen bekommt. Dennoch, das besondere an diesem Tag war nicht das Farbspiel des Sees, sondern Alex selbst. Den ganzen Tag über war er sehr wortkarg und gereizt. Nichts konnte ihn heute so wirklich begeistern. Kilometer für Kilometer ließen wir schweigend hinter uns. Einfach nur ein schlechter Tag? Mit dem falschen Fuß aufgestanden? Erst zum Mittagessen kam mir die Erleuchtung: „Du hattest ja heute noch keine einzige Zigarette in der Hand!“

Es war mir schon beinahe peinlich dies erst jetzt zu bemerken. „Ja“, murrte er zurück. Tatsächlich beschloss Alex am Abend zuvor ganz still und heimlich das Rauchen zu lassen. Er litt sichtlich unter dem Nikotinentzug, zog dennoch sein Vorhaben konsequent durch. Und das bis heute!

Wir steuerten einen Campingplatz in Kalbarri an und spazierten den mit Pelikanen besiedelten Strand entlang. Jeden Morgen findet hier eine kleine Pelikanfütterung statt, die vor allem bei Familien besonders beliebt ist. Kalbarri ist ein niedlicher kleiner Küstenort, der vom Tourismus lebt. Hier kann man seine Lebensmittelvorräte auffüllen und einige Flyer und Informationen im Tourismuscenter besorgen.
Wir nahmen uns den nächsten Tag ganz für das Natural Window und den von hier startenden 8 km Rundwanderweg durch das ausgetrocknete Flussbett des Murchinson River Zeit und wurden nicht enttäuscht! Australiens Attraktionen sind sehr gut erreichbar und aufbereitet und so kam es, dass der 500 m weite Weg vom Parkplatz zum Natural Window rollstuhlgerecht geteert ist. Dementsprechend trifft man hier auf sehr viele Touristen, die sich auf der Plattform tummeln und wild Fotos schießen. Zu Begin etwas enttäuscht machten wir uns mit genügend Wasser auf den Weg und erhielten unsere Belohnung! Neben gefühlt Hunderten von Kängurus war hier niemand anzutreffen und die wunderschöne rote Landschaft gehörte ganz uns beiden. Dieses Phänomen beobachteten wir auf dem 5. Kontinenten des Öfteren. Menschenmassen drängen sich vor jeder interessanten Stelle, doch geht man ein paar Schritte weiter, dünnt sich die Gesellschaft der Halbschuhtouristen sehr schnell aus. In Australien war Wandern angesagt! Und es war unglaublich toll!

Teil 1: G´day Australia     ↵

Teil 2: Westküste- Nambung Nationalpark     ↵

Teil 3: Hutt River Principality     ↵

Teil 4: Kalbarri Nationalpark     ↵

Teil 5: Wildlife von Westaustralien     ↵

Teil 6: Von Fremantle, Bunbury, Busselton, Margaret River nach Esperance     ↵

Teil 7: Nullarbor und das rote Zentrum    

Teil 8: Der Osten     ↵

 

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