Tempus fugit

Seit einem Jahr sind wir wieder zurück in Innsbruck. Ein guter Anlass, um uns wieder zu Wort zu melden und unserem Reiseblog ein neues Layout zu verpassen. Das letzte Jahr stand vor allem im Zeichen der Reorganisation unseres Lebens in Innsbruck, weswegen wir unser Online-Sammelsurium von Reiseerfahrungen und Eindrücken sehr vernachlässigt haben.

Bevor wir uns auf den Weg Richtung Osten gemacht haben las ich sehr viele Reiseberichte und Blogs, und war fasziniert, wie schnell man eine „Beziehung“ oder „Verbindung“ zu beteiligten Personen aufbaute, mit ihnen bei Problemen bangte und sich über Erfolge freute. Dabei war auch interessant was eigentlich aus ihnen wurde, nachdem sie in ihr altes Leben zurückkehrten. Was nahmen sie mit? Was änderten sie an ihrer Einstellung? Was vermissten sie? Und bei reiselustigen Pärchen war es besonders interessant für uns, ob sie auch danach noch gemeinsam durchs Leben gingen.

Um die letzte Frage vorab zu beantworten, ja wir sind immer noch das selbe abenteuerhungrige, reiselustige, verliebte Paar wie vorher. Des Weiteren ist unser geliebter schwarz-türkiser Campingbus treu an unserer Seite. Das Pickerl wollte uns der hiesige Automobil-, Motorrad- und Touringclub zwar nicht mehr geben, aber getreu nach dem Motto „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ haben wir diesen Weg auch gefunden, ganz legal versteht sich. Der Winter hier macht unserem Zauberpferdchen gerade etwas zu schaffen und so müssen wir uns hin und wieder unseren Weg ohne Scheibenwischer oder Blinker durchs Schneegestöber bahnen. Über den Frühling und Sommer funktionierten wir unser Camping- in ein Baustellenfahrzeug um und renovierten unsere komplette Wohnung.

So traurig wir über das Ende von Drive East waren, so glücklich waren wir unsere Familie und Freunde wieder zu sehen. Immer wieder ertappten wir uns dabei uns selbst zu fragen, ob unsere Reise nur ein Traum war, ein Produkt unserer Fantasie?
Trotz der anfänglichen großen Freude verspürten wir einen melancholischen Nachgeschmack. Wir vermissten unsere gemeinsamen Stunden auf der Straße, im Bus sitzend mit nur einer 21-Titel umfassenden Musik-CD, die wir auf und ab spielten bis wir jedes einzelne Lied nicht mehr ertragen konnten, Kilometer für Kilometer zurücklegten, verträumt in die Landschaft starrten, uns über Gott und die Welt unterhielten und die CD erneut abspielten bis wir jedes Lied wieder fröhlich und lustvoll mit johlten. Wir vermissten es morgens in sich wechselnde Szenerien aufzustehen und Kaffee vor unserem Bus sitzend zu genießen und wir vermissten die vielen Eindrücke, die täglich auf uns herabprasselten.

Der Alltag hatte uns schnell wieder erfasst. Und das war auch gut so! Ein Projekt ist zu Ende und schafft gleichzeitig Platz für das nächste. In unserem Fall unsere Hochzeit im Mai 2015 🙂 Es bleibt also spannend!

– Sabi und Alex

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